Im Wettbewerb um Fachkräfte reicht eine gute Stellenanzeige längst nicht mehr. Bewerberinnen informieren sich, bevor sie sich bewerben, und Medienberichte prägen dabei das Bild eines Arbeitgebers stärker als jede Karriereseite. HR-PR erzählt glaubwürdig, wie es sich anfühlt, in einem Unternehmen zu arbeiten, und macht es zur bekannten Adresse in der Region und in der Branche.
Warum gehört Employer Branding in die Pressearbeit?
Menschen glauben eher, was Dritte über ein Unternehmen schreiben, als was es selbst behauptet. Ein Bericht in der Regionalzeitung über eine besondere Ausbildung, ein Porträt einer Mitarbeiterin in einem Fachmagazin oder ein Interview der Personalchefin zu neuen Arbeitsmodellen erreicht genau die Menschen, die über einen Wechsel nachdenken. Und es erreicht ihr Umfeld, das bei Jobentscheidungen oft mitredet.
Welche Themen funktionieren in der HR-PR?
Echte Geschichten aus dem Arbeitsalltag
Die Quereinsteigerin, die mit Mitte vierzig eine neue Ausbildung beginnt, der Azubi, der ein eigenes Projekt leitet, das Team, das ein Viertagewoche-Modell ausprobiert: Solche Geschichten sind konkret, menschlich und für Redaktionen interessant. Sie zeigen Kultur, statt sie zu beschreiben.
Haltung zu Arbeitsweltthemen
Fachkräftemangel, hybrides Arbeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ältere Beschäftigte, künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz: Zu diesen Themen suchen Wirtschafts- und Personalmedien ständig Gesprächspartner. Eine Personalleiterin mit klarer Meinung wird schnell zur gefragten Stimme und zieht ihr Unternehmen mit.
Ausbildung und Nachwuchs
Ausbildungsstart, Abschlussfeiern, Kooperationen mit Schulen und Hochschulen sind klassische, aber wirksame Anlässe, besonders für Regionalmedien. Wer dabei eine überraschende Perspektive findet, etwa einen ungewöhnlichen Ausbildungsberuf oder eine besondere Förderung, hebt sich ab.
Eigene Zahlen
Eine Umfrage unter den eigenen Mitarbeitenden oder Auswertungen zu Bewerbungen und Arbeitszeitmodellen liefern Nachrichtenwert. Wichtig ist, dass solche Daten anonymisiert und ehrlich aufbereitet sind.
Welche Kanäle gehören dazu?
Regionalmedien sind für die meisten Arbeitgeber der wichtigste Hebel, weil viele Menschen in der Nähe arbeiten möchten. Branchen- und Fachmedien erreichen Spezialistinnen. Personal- und Wirtschaftsmedien sprechen Führungskräfte an. LinkedIn und eigene Kanäle verlängern jeden Bericht und geben Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihn zu teilen. So entsteht ein Bild, das von vielen Seiten bestätigt wird.
Worauf kommt es an?
Ehrlichkeit. Bewerberinnen und Bewerber erkennen geschönte Darstellungen sofort, und spätestens im ersten Arbeitsmonat fliegen sie auf. Glaubwürdige HR-PR zeigt das Unternehmen, wie es ist, mit seinen Stärken und mit dem, woran es noch arbeitet. Gerade diese Offenheit macht es sympathisch.
Ein guter Anfang ist eine einfache Bestandsaufnahme. Welche Geschichten erzählen die eigenen Mitarbeitenden, wenn man sie fragt, warum sie geblieben sind? Was unterscheidet das Unternehmen von anderen Arbeitgebern in der Region? Aus diesen Antworten entstehen Themen, die sich über ein ganzes Jahr verteilen lassen, vom Ausbildungsstart im Herbst bis zum Sommerfest, über das die Lokalzeitung berichtet. Wichtig ist, die Mitarbeitenden früh einzubinden, denn sie sind die glaubwürdigsten Botschafterinnen und Botschafter, die ein Arbeitgeber haben kann.
Wie Ihr Unternehmen als Arbeitgeber medial wahrgenommen wird, zeigt unsere kostenlose PR-Analyse.
Häufige Fragen
Was ist HR-PR?
HR-PR ist Pressearbeit rund um ein Unternehmen als Arbeitgeber. Sie macht Arbeitskultur, Ausbildung, Karrierewege und die Haltung zu Arbeitsweltthemen in Medien sichtbar.
Welche Medien sind für Employer Branding wichtig?
Vor allem Regionalmedien am Standort, dazu Branchen- und Fachmedien für Spezialistinnen sowie Personal- und Wirtschaftsmedien. LinkedIn verlängert die Berichte.
Wie unterscheidet sich HR-PR von Personalmarketing?
Personalmarketing wirbt mit Anzeigen und Kampagnen. HR-PR setzt auf redaktionelle Berichte und damit auf die Glaubwürdigkeit unabhängiger Medien.