Zahlen gehören zu den stärksten Türöffnern in der Pressearbeit. Eine eigene Umfrage, aussagekräftige Kennzahlen aus dem Geschäft oder ein regelmäßiger Index liefern Redaktionen genau das, was sie suchen: eine belegbare Neuigkeit. Richtig gemacht, werden solche Daten zitiert, verlinkt und von KI-Systemen als Quelle genutzt.

Warum lieben Redaktionen Daten?

Eine Zahl macht aus einer Behauptung eine Nachricht. Sie liefert eine Überschrift, lässt sich in Grafiken zeigen und bietet einen Anlass, über ein Thema zu berichten, das sonst keinen Aufhänger hätte. Für Unternehmen hat das einen schönen Nebeneffekt: Wer die Daten liefert, wird als Quelle genannt und als Expertin oder Experte wahrgenommen.

Welche Arten von Daten eignen sich?

Eigene Umfragen

Eine Befragung durch ein Marktforschungsinstitut zu einer Frage, die viele bewegt, bringt Ergebnisse, die es sonst nirgends gibt. Für überregionale Medien sollte die Stichprobe groß genug und möglichst repräsentativ sein. Regionale Auswertungen nach Bundesländern oder Städten öffnen zusätzlich die Türen der Lokalpresse.

Kennzahlen aus dem eigenen Geschäft

Viele Unternehmen sitzen auf aussagekräftigen Daten, ohne es zu wissen. Buchungen, Bestellungen, Suchanfragen oder Nutzungsmuster zeigen Trends oft früher als offizielle Statistiken. Wichtig ist, sie zu anonymisieren und datenschutzkonform aufzubereiten.

Indizes und wiederkehrende Auswertungen

Ein Index, der jährlich oder quartalsweise erscheint, schafft einen festen Termin im Kalender der Redaktionen. Mit jeder Ausgabe wächst die Bekanntheit, und Vergleiche mit dem Vorjahr liefern automatisch neue Geschichten.

Worauf kommt es bei Daten-PR an?

  • Methodik offenlegen: Wer wurde wann, wie und von wem befragt?
  • Suggestive Fragen vermeiden, denn Redaktionen erkennen sie sofort.
  • Eine klare Kernaussage herausarbeiten, statt zwanzig Zahlen nebeneinanderzustellen.
  • Ergebnisse grafisch aufbereiten und im Pressebereich bereitstellen.
  • Eine Expertin oder einen Experten benennen, die die Zahlen einordnen.

Warum helfen Daten bei Google und KI-Suchen?

Originale Zahlen werden verlinkt und zitiert, und genau diese Erwähnungen stärken die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. KI-Systeme greifen bei Fragen nach Trends und Größenordnungen bevorzugt auf konkrete, gut belegte Daten zurück. Eine Studienseite auf der eigenen Website mit Methodik, Ergebnissen und Datum macht es ihnen leicht, das Unternehmen als Quelle zu nennen.

Ein guter Startpunkt ist eine einfache Frage: Welche Zahl würde unsere Branche gern kennen, die bisher niemand veröffentlicht? Oft liegt die Antwort näher, als man denkt, etwa in der Kundendatenbank, im Ticketsystem oder in der Auswertung des eigenen Webshops. Wer dazu noch den passenden Zeitpunkt wählt, zum Beispiel vor einer Messe, einem Aktionstag oder einer politischen Entscheidung, erhöht die Chancen auf Berichterstattung noch einmal deutlich.

Welche Daten in Ihrem Unternehmen stecken und wie daraus Medienthemen werden, zeigt unsere kostenlose PR-Analyse.

Häufige Fragen

Wie groß muss eine Umfrage für die Pressearbeit sein?

Für überregionale Medien sollte die Stichprobe groß genug für belastbare Aussagen sein und die Zielgruppe möglichst repräsentativ abbilden. Fachmedien akzeptieren oft auch kleinere Befragungen unter Expertinnen und Experten.

Darf man Kundendaten für PR nutzen?

Nur anonymisiert, aggregiert und im Einklang mit der DSGVO. Einzelne Personen dürfen nicht erkennbar sein.

Was ist besser, eine einmalige Studie oder ein Index?

Ein regelmäßiger Index baut über die Zeit mehr Bekanntheit auf, weil Redaktionen ihn erwarten. Eine einmalige Studie eignet sich für ein besonders aktuelles Thema.

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