KI-Assistenten beschreiben Unternehmen mit großer Selbstverständlichkeit, auch wenn die Angaben veraltet oder falsch sind. Ein alter Firmensitz, eine eingestellte Produktlinie oder ein ehemaliger Geschäftsführer landen so in Antworten, die potenzielle Kunden für bare Münze nehmen. Ganz verhindern lässt sich das nicht, beeinflussen aber sehr wohl.

Woher kommen falsche Angaben in KI-Antworten?

ChatGPT, Gemini und Perplexity stützen sich auf zwei Dinge: auf das Wissen, mit dem das Modell trainiert wurde, und auf Webseiten, die sie bei einer Frage aktuell abrufen. Fehler entstehen meist an drei Stellen. Das Trainingswissen ist veraltet, weil es einen Stichtag hat. Im Netz stehen widersprüchliche Angaben, etwa ein alter Eintrag in einem Branchenverzeichnis neben der aktuellen Website. Oder es gibt zu wenige gute Quellen, und das Modell füllt die Lücke mit einer plausibel klingenden Vermutung.

Wie finde ich heraus, was die KI über mein Unternehmen sagt?

Stellen Sie die Fragen, die auch Ihre Kundinnen und Kunden stellen würden. Also nicht nur „Was ist Unternehmen X?“, sondern auch „Welche Anbieter für Y gibt es in Wien?“ oder „Wer ist Geschäftsführer von X?“. Wiederholen Sie das in ChatGPT, Gemini und Perplexity und notieren Sie, welche Angaben stimmen, welche fehlen und welche Quellen genannt werden. Die Quellen zeigen meist schon, wo der Fehler herkommt.

Was hilft, falsche Angaben zu korrigieren?

Der wichtigste Schritt ist, die richtigen Informationen an den Stellen zu veröffentlichen, die KI-Systeme tatsächlich lesen. Dazu gehört zuerst die eigene Website. Eine Seite „Über uns“ mit Gründungsjahr, Standorten, Geschäftsführung und Leistungen in klaren Sätzen ist für Suchsysteme wertvoller als ein schön gestalteter Imagefilm. Strukturierte Daten nach Schema.org helfen zusätzlich, Name, Adresse und Personen eindeutig zuzuordnen.

Danach kommen die Quellen, die die KI bei Ihnen zitiert. Veraltete Einträge in Branchenverzeichnissen, auf Bewertungsportalen oder bei Kammern und Verbänden sollten Sie aktualisieren. Wenn es einen Wikipedia-Artikel gibt, lohnt ein Blick hinein. Ändern sollten Sie ihn aber nicht selbst, sondern über die Diskussionsseite um Korrektur bitten und Belege nennen.

Am meisten Wirkung hat aktuelle Berichterstattung. Ein neuer Artikel in einem Fachmedium, der den neuen Geschäftsführer oder die neue Produktlinie nennt, wird von KI-Systemen mit Websuche schnell aufgegriffen. Eine Pressemitteilung zu einer Personalie, einem Umzug oder einer Neuausrichtung ist deshalb auch ein Werkzeug gegen veraltete KI-Antworten.

Wie lange dauert es, bis sich die Antworten ändern?

Systeme mit Websuche wie Perplexity oder ChatGPT mit aktivierter Suche übernehmen neue Informationen oft innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen, sobald die neuen Quellen auffindbar sind. Das gespeicherte Wissen der Modelle ändert sich erst mit dem nächsten Training und damit deutlich später. Deshalb lohnt es sich, die Angaben regelmäßig zu prüfen, etwa einmal im Quartal.

Was sollte man lassen?

Es gibt Anbieter, die versprechen, KI-Antworten mit massenhaft erzeugten Texten zu „überschreiben“. Davon raten wir ab. Solche Seiten werden von Suchsystemen zunehmend aussortiert und können dem Ruf schaden. Nachhaltig wirkt nur, was auch für Menschen glaubwürdig ist: eine gepflegte Website, korrekte Einträge und echte Berichterstattung.

GEO bei Fullstop PR

Wir prüfen, was ChatGPT, Gemini und Perplexity über Ihr Unternehmen sagen, und kümmern uns darum, dass es stimmt.

Mehr über GEO erfahrenKostenlose PR-Analyse

Häufige Fragen

Kann ich OpenAI oder Google bitten, eine falsche Angabe zu löschen?

Für personenbezogene Daten gibt es bei den großen Anbietern Formulare für Korrektur- oder Löschanfragen. Für Unternehmensangaben ist der wirksamere Weg, die Quellen im Netz zu korrigieren und aktuelle Informationen zu veröffentlichen.

Hilft eine Pressemitteilung gegen falsche KI-Antworten?

Ja, wenn sie die richtigen Fakten klar benennt und frei zugänglich veröffentlicht wird, etwa im eigenen Newsroom und über einen Presseverteiler. Noch stärker wirkt die Berichterstattung, die daraus in Fachmedien entsteht.

Wie oft sollte ich prüfen, was die KI über mein Unternehmen sagt?

Einmal im Quartal und zusätzlich nach größeren Veränderungen wie einem Führungswechsel, einem Umzug oder einer Umbenennung.

Leave a Reply