Software ist unsichtbar, ihre Wirkung aber nicht. SaaS- und Tech-Unternehmen kommen in die Medien, wenn sie nicht ihre Funktionen erklären, sondern das Problem, das sie lösen, und die Menschen, denen es hilft. Mit Anwendungsbeispielen, eigenen Daten und klaren Expertenpositionen wird aus einem komplexen Produkt eine Geschichte.
Warum tun sich Software-Unternehmen mit PR so schwer?
Wer jeden Tag an einem Produkt arbeitet, denkt in Features, Integrationen und Releases. Redaktionen denken in Geschichten. Eine Pressemitteilung über eine neue Schnittstelle interessiert wenige, ein Bericht darüber, wie eine Arztpraxis dank weniger Papierkram mehr Zeit für Patientinnen hat, dagegen viele. Dazu kommt ein voller Markt. Für fast jede Aufgabe gibt es Dutzende Tools, und viele beschreiben sich mit denselben Worten.
Wie wird aus Software eine Mediengeschichte?
Vom Problem her erzählen
Die beste Software-Geschichte beginnt nicht mit dem Produkt, sondern mit einem Missstand. Zu viel Bürokratie, Fachkräftemangel, Datenchaos, Sicherheitslücken: Wer ein Problem beschreibt, das viele Unternehmen kennen, und dann zeigt, wie es sich lösen lässt, hat Redaktionen auf seiner Seite.
Anwender sprechen lassen
Ein Praxisbeispiel wirkt stärker als jede Produktbeschreibung. Wenn eine Kundin erzählt, was sich in ihrem Arbeitsalltag verändert hat, versteht jede Leserin sofort den Nutzen. Solche Anwenderberichte sind für Fachmedien besonders attraktiv, brauchen aber die Freigabe der Kunden und etwas Vorlauf.
Eigene Daten nutzen
Viele SaaS-Unternehmen sitzen auf aufschlussreichen Nutzungsdaten. Wann arbeiten Teams am meisten, welche Aufgaben kosten die meiste Zeit, wie verändert sich das Verhalten nach einer Gesetzesänderung? Anonymisiert und gut aufbereitet werden daraus Trendmeldungen, die Wirtschaftsmedien gern aufgreifen.
Eine Expertenposition besetzen
Gründerinnen und CTOs sind gefragte Gesprächspartner, wenn sie über mehr reden können als ihr Produkt. Einordnungen zu künstlicher Intelligenz, Datenschutz, Digitalisierung im Mittelstand oder Cybersecurity machen sie zu Stimmen der Branche. Dafür braucht es eine klare Haltung und die Bereitschaft, auch kurzfristig zu kommentieren.
Welche Medien erreichen Software-Entscheider?
IT-Fachmedien und Branchenportale bilden die Basis, denn hier informieren sich die Menschen, die Software auswählen. Branchenmedien der Zielgruppe sind oft noch wertvoller. Ein Tool für Handwerksbetriebe gehört in Handwerksmedien, eine Lösung für Kliniken in Gesundheitsfachtitel. Wirtschaftsmedien kommen ins Spiel, wenn es um Wachstum, Finanzierung oder große Trends geht.
Was ist mit Produktupdates?
Nicht jedes Release braucht eine Pressemitteilung. Kleine Neuerungen passen in den Blog, den Newsletter oder auf LinkedIn. Für Medien lohnt sich ein Update, wenn es eine spürbare Veränderung für Anwender bringt, ein neues Marktsegment öffnet oder auf eine aktuelle Debatte antwortet. Weniger, dafür stärkere Meldungen erhöhen die Chance, dass Redaktionen hinschauen.
Hilfreich ist zudem ein Blick auf den Kalender der Branche. Messen, Fachkongresse, neue gesetzliche Pflichten oder Förderprogramme sind Anlässe, zu denen Redaktionen Einordnungen suchen. Wer seine Themen darauf abstimmt und Gesprächspartner frühzeitig anbietet, wird Teil der Berichterstattung, statt ihr hinterherzulaufen. Und jede dieser Veröffentlichungen stärkt das Bild, das Suchmaschinen und KI-Systeme von einem Unternehmen zeichnen.
Welche Geschichten in Ihrer Software stecken, zeigt unsere kostenlose PR-Analyse.
Häufige Fragen
Wie bekommt ein SaaS-Unternehmen Medienberichte?
Indem es das gelöste Problem statt der Funktionen erzählt, Anwenderbeispiele liefert, eigene Daten aufbereitet und Gründerinnen oder Fachleute als Expertinnen positioniert.
Welche Medien sind für B2B-Software wichtig?
IT-Fachmedien, Branchenmedien der jeweiligen Zielgruppe und bei Themen wie Wachstum oder Finanzierung auch Wirtschaftsmedien.
Lohnt sich für jedes Release eine Pressemitteilung?
Nein. Medienrelevant sind Updates mit spürbarem Nutzen, neuen Zielgruppen oder Bezug zu aktuellen Debatten. Kleinere Neuerungen passen besser in Blog, Newsletter und Social Media.